Komfortzone – und warum man sie überwinden sollte

Im Alltag bewegen wir uns in einer Art Seitenblase. Wir geben Acht darauf, dass niemand diese Blase durchbricht, aber gleichzeitig fürchten wir uns auch davor, unsere Blase selbst kaputt zu machen. Wenn wir vor einer riskanten Entscheidung stehen, ist es die so leicht zerstörbare, die so dünne Seifenblase, die uns davon abhält, einen Schritt ins Ungewisse zu machen und den Weg zu nehmen, der uns bekannt ist. Die Angst vor dem Unbekannten lässt uns erstarren.
Ein guter Freund von mir, der momentan auf Weltreise ist, schickte mir vor einigen Tagen überraschend ein paar Bilder von sich selbst bei einem Bungee-Sprung von einer Brücke. Die Unterschrift dieser Bilder lautete: “Du solltest das auch eines Tages machen!”

Wie hättest du reagiert?

Meine Reaktion war zunächst genauso, wie man es erwartet: Mit einem Lächeln tat ich es ab und lachte über die Leichtigkeit meines Freundes. Aber in den darauffolgenden Tagen habe ich jedoch nicht aufhören können, über seinen Mut nachzudenken.

ANGST VOR DER WAHRHEIT

Die Wahrheit ist, dass wir Menschen vor unangenehmen Situationen davonlaufen. Wenn sich uns Ängste in den Weg stellen, machen wir uns klein, wir ducken uns weg und kehren ihnen den Rücken zu. Wir spielen uns selbst vor, dass wir fähig sind, jene Ängste zu ignorieren. Wenn wir vor einer Mauer stehen, dann drehen wir enttäuscht um, statt einen Weg zu finden, der über die Mauer hinweg führt.

VERGÄNGLICHKEIT

In einem einzigen Atemzug kann dieses Leben vorüber sein. Jene aneinander Kettung von Ereignissen, die wir ausführlich planen, die wir Leben nennen. Was wäre, wenn es mehr zu sehen gäbe? Was wäre, wenn es mehr zu fühlen gäbe? Wenn wir wüssten, dass das, was wir haben, längst nicht alles ist, was das Leben zu bieten hat?

UNGEWISS SOLLTE NUR EINS SEIN: DER PLAN

Wenn wir nicht die Augen schließen und uns blind in die Arme des Ungewissen fallen lassen, werden wir es nie herausfinden. Die Zukunft ist ungewiss, aber es ist unsere Wahl, ob sie so verläuft, wie wir es geplant haben. Ein Plan, der so unumstößlich scheint und gleichzeitig durch Lappalien ins Schwanken geraten kann. Wer darauf vertraut, dass das Leben Größeres für ihn bereithält, wird letzten Endes nicht bereuen, nicht gelebt zu haben.

ERFAHRUNGEN STATT ÄRGER VOM CHEF?

Im Rahmen einer Umfrage mit kurz vor dem Tod stehender Menschen kam heraus, dass alle nur die Dinge bereuen, die sie nicht getan haben. Nicht aber die Dinge, die sie getan haben. Nicht alles, was diese Menschen angepackt haben, hat sich in Gold verwandelt. Aber sie sind an ihren Erfahrungen gewachsen, die sie neugierig gemacht hat auf das, was das Leben auch bieten kann: einen Schatz an Erfahrungen.
Es stimmt: die Zukunft ist ungewiss, aber wir können entscheiden, auf welche Art: Den Job kündigen, schon morgen mit gepackten Koffern am Flughafen stehen und ein Last-Minute-Ticket zu einem beliebigen Ort kaufen, mit dem Plan, keinen Plan zu haben – all das liegt im Rahmen des Möglichen.

IN DER REALITÄT ANKOMMEN

Wir müssen im JETZT leben – nicht in einem Sicherheitsnetz, das wir aus Sicherheiten spinnen. Kaum ein Nine-to-Five-Job wird einem im Leben jene Erfüllung bringen, die der Mensch sich unweigerlich wünscht.
Träume nicht das Leben, sondern lebe, als gäbe es kein Morgen.

VIELLEICHT LIEBER MORGEN

Wir stehen im Leben vor einer Wahl, bei der wir uns gegen alle Eventualitäten, alle im Raum stehenden “Vielleichts”, entscheiden können. Ein Leben, in dem nichts gewiss ist – nur, dass wir nicht “feststecken” wollen im zähen Alltag.
Die Komfortzone verlassen, das kann ganz klein anfangen. Einen Fremden auf der Straße ein Kompliment machen, gegen den Strom schwimmen und nicht allen Klischees entsprechen. Es kann so einfach sein, dennoch entscheiden sich die Wenigsten dafür.

ANGST VOR VERÄNDERUNG

Unsere Ängste halten uns zurück. Der Mensch soll Angst haben, Angst ist etwas ganz Natürliches. Wen nachts jedoch die Frage beschäftigt, was das Leben ausmacht, der sollte sich überlegen, aus seinem schnöden Alltag auszubrechen.
Es ist okay, innerhalb von Komfortzonen glücklich zu werden. Aber wer nicht glücklich ist, der sollte ausbrechen – und somit das wachsende Gefühl von Unwohlsein in einem leeren Käfig zurücklassen.

WARUM HEUTE DER RICHTIGE TAG IST

Denn, wenn wir ehrlich sind, dann leben wir in keiner Seifenblase, sondern in einem Metallkäfig mit dicken Stäben. Der Grund, weshalb wir Komfortzonen so ungern verlassen, ist nicht die Angst vor plötzlichen Veränderungen – es ist vielmehr die Angst vor uns selbst. Wenn wir uns eingestehen, dass es unser Wunsch ist, etwas Verrücktes zu tun, erschüttert das die Menschen um uns herum.
Wer hat den Mut dazu? Das würde ich als natürliche Selektion bezeichnen.
Wer hat den Mumm zum “Ja”-Sagen, zu Veränderungen und einem in den Sternen stehenden Morgen – wer möchte weiterhin Jahre in seinem Käfig zubringen und sich verzweifelt Tag für Tag einreden, dass es möglich ist, so glücklich zu werden?

Heute. Und nicht irgendwann.

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